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Am 1.1.1971 nahm die Wetterwarte Zinnwald-Georgenfeld, in 877m Höhe auf dem Kamm des Osterzgebirges gelegen, ihren Betrieb auf.

 Vorher wurden auf dem Geisingberg meteorologische Beobachtungen durchgeführt. Ab Mitte der sechziger Jahre gab es Parallelmessungen auch in Zinnwald auf dem Nachbargrundstück der heutigen Wetterwarte. Davon sind drei Bilder erhalten geblieben.

 

 

 

 

 

Beobachtungstagebuch Geisingberg

 

 

 

 

 

 

 

Das erste Blatt des Tagebuches der Station Zinnwald - Georgenfeld vom 1. 1. 1971

 

 


 

Besonders an Tagen ohne Nebel und sonstigen störenden Einflüssen bietet sich vom Beobachterraum aus ein herrlicher Blick über Dresden und das Elbsandsteingebirge. Bei besonders günstiger Wetterlage sogar bis hin zum Riesengebirge, das sind 140 Kilometer Sichtweite bis zur Schneekoppe. Durch den Abfall des Osterzgebirges ins Elbtal kann man hier auch phantastische Sonnenaufgänge erleben. Aber solche Tage gibt es gar nicht so oft…

 

 

Denn es herrscht ein rauhes Klima vor, schließlich ist Zinnwald-Georgenfeld mit einer Jahresmitteltemperatur von nur 4,9°C auch der kälteste bewohnte Ort Deutschlands.

 

 

Der Schnee türmt sich hier in Zinnwald oft meterhoch auf. 2005 wurden 163 cm gemessen, die Verwehungen können weit über 2 Meter hinausgehen.

 

 

Zinnwald ist auch als „Nebelloch“ bekannt. Bis zu 262 Tage mit Nebel kann man hier im Jahr zählen. Das liegt nicht nur an der Höhe, sondern auch an der Randlage zum böhmischen Becken, in welchem sich im Winterhalbjahr feuchtkalte Luft ansammelt, über die trockene, warme Luft wie ein Deckel zieht. An dieser sogenannten „Inversions-schichtsammelt sich nicht nur der Nebel, sondern auch allerlei Schadstoffe, die hier an der Station ebenso gemessen werden wie die radioaktive Belastung der Luft.

 

 

Aber auch der Sommer hat es in sich! So ergossen sich vom 12.8.2002,  7:50 Uhr bis 13.08.2002, 7:50 Uhr  312 Liter Niederschlag auf den Quadratmeter– das sind mehr als 3 Badewannen oder 31 volle Eimer Wasser - Deutscher Niederschlagsrekord! In der Folge kam es zur schlimmsten Hochwasserkatastrophe, die Deutschland in den letzten 100 Jahren erlebt hat.

In der Nacht vom 29. zum 30. Juli 2005 wurde mit Ankunft eines schweren Gewitters eine Bö von 189 km/h gemessen. Es wird vermutet, dass es sich dabei um einen Tornado handelte. Auf jeden Fall ist auch das ein Rekord: die höchste Gewitterbö, die je in Deutschland gemessen wurde.

Im Übrigen lassen wir uns gern über die Schulter schauen. Wollen Sie mehr über das Wetter und wie es „gemacht“ wird erfahren,  melden Sie sich doch einfach per Mail oder Telefon zu einer unserer Erlebnisführungen an!

 


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